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Der Aggressor ist nicht Russland, sondern die NATO / EU

Aktualisiert: 23. März 2022

Für das aus russischer Sicht unglaubliche Entgegenkommen der Wiedervereinigung Deutschlands, inklusive Integration der Ex-DDR in die NATO, war Gorbatschow versprochen worden, die NATO werde sich in Zukunft nicht weiter nach Osten ausdehnen.


Nach Napoleon und Hitler ist der Aggressor wieder nicht Russland, sondern immer wieder die NATO / EU, die dieses Versprechen gebrochen sowie mit ihrem Maidan-Putsch 2014 und dem Willen zur Integration in NATO und EU die Ukraine, prädestiniert als neutrale Brücke zwischen der NATO / EU und Russland, vorsätzlich zerstört hat.


Aktuell implementierte der noch herrschende ukrainische Komiker Minsk I und II zum Schutz der vier Millionen Bewohner des Donbass weiterhin nicht, sondern bombardierte diese sogar mit NATO- / EU-Waffen.


Putin musste reagieren. Über die Art und Weise, in welcher er reagiert hat, darf gerne debattiert werden, aber bitte aufgrund der Tatsachen, dass die USA seit über 70 Jahren ungestraft unzählige völkerrechtswidrige Regime changes und Angriffskriege führt, dass der Ukraine-Konflikt seit 2014 (NATO-Maidan-Putsch) besteht, sowie in Kenntnis der Realität vor Ort, nicht der Hollywood-Darstellung in Leit- und antisozialen Medien.


Ich lehne jede Gewalt und deshalb die völkerrechtswidrige militärische Einmischung Russlands in den ukrainischen Bürgerkrieg genau so ab wie ich die gefühlten 100 völkerrechtswidrigen Regime changes und Angriffskriege der USA der letzten gut 70 Jahre ablehne. Ich finde es aber falsch, diese nicht in den historischen Kontext der unter Brechen des Gorbatschow gegebenen Versprechens immer noch weiterer Ausdehnung der NATO gegen Osten zu setzen und sie mit einem Angriff auf einen intakten souveränen Staat wie der Schweiz zu vergleichen. U.v.a.m. dürfen beispielsweise auch die wunderbaren Tessiner auch offiziell Italienisch sprechen, werden nicht von der Versorgung mit Lebensmitteln, Strom und Renten abgeschnitten und erst Recht nicht von Bern beschossen.


2014 wussten NATO / EU ganz genau, dass sie die Ukraine, prädestiniert als neutrale Brücke zwischen EU und Russland, durch Integration in NATO / EU / Maidan-Putsch zerstören würden. Sie handelten ergo vorsätzlich. Acht Jahre nach Entfachen dieses Bürgerkriegs ist die Ukraine keine Demokratie, sondern ein failed state mit massiver Korruption, organisierter Kriminalität und schwerstgradiger Unterdrückung und Missbrauch von Minderheiten und blieben alle Appelle Russlands an NATO und EU, dort wieder eine menschenwürdige Ordnung herzustellen, nicht erhört.


Irgendetwas musste Russland nun tun. Ich hätte mir auch etwas anderes gewünscht.



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1 Comment


Sehr geehrter Herr Dr. Binder, endlich kann ich Ihnen für Ihr Engagement danken. Ich folge schon lange ganz beeindruckt Ihren Beiträgen.

Beim Ukraine-Konflikt teile ich Ihre Meinung nur teilweise. 1) Putin suchte zu Beginn die Zusammenarbeit mit Europa, hat seine Meinung aber geändert. Die Staaten, die seit 1999 unter die Fittiche der Nato eilten, taten dies freiwillig, weil sie sich Vorteile davon versprachen. Die russische Seite hätte genug Gelegenheiten gehabt, sich aus einer starken Position als Alternative anzubieten, tat es aber nicht. 2) Als gewiefter Politiker hätte Putin auf vielfältige Weise die Zusammenarbeit mit der Ukraine suchen müssen, in seinem Stab befinden sich die fähigsten Diplomaten, aber der Chef stutzte ihre Flügel. Er ging davon aus, dass die Bevölkerung seinen…

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